Antidot – Bio-Bikereiniger made in Deutschland

Kettenreinigung sprühen mit Antidot Kettenreiniger

Foto: © Isabel Weihermann

Zugegeben, er sieht etwas farblos aus, der Antidot Bike Reiniger. Oder ist da gar nur Wasser in der Flasche? Mit Nichten. Wir haben die neue, umweltfreundliche Pflegeserie für’s Bike ausprobiert.

Gut fürs Bike. Gut für die Natur.

Der Anspruch der Macher ist klar: Sie lieben ihre Bikes und sie lieben die Natur. Daher stellen sie ausschließlich Produkte her, die trotz ihrer hohen Funktionalität, weder die Umwelt schädigen, noch Materialien am Bike angreifen. Das klingt gut! Dann auch noch zu 100 % biologisch abbaubar, wow!

Made in Deutschland

antidot ist die erste Bikecare, die nachweislich 100 % biologisch abbaubare Inhaltsstoffe und bis zu 90 % nachwachsende Rohstoffe einsetzt. Auch die Verpackungen bestehen, soweit wie eben möglich, aus recycelten Materialien und sind selbstverständlich recycelbar. Der Großteil wird sogar hier in Deutschland hergestellt. Alle Produkte werden in Duisburg entwickelt und produziert.

Farblos sauber

Genug Theorie, jetzt wird geputzt. Der Bikereiniger kommt in der transparenten Pumpflasche. Verdrecktes Bike kurz mit Wasser abspülen und ordentlich mit dem antidot Bikereiniger einsprühen. Zugegeben, man ist ja schon neon gelbe oder pinke Reiniger gewohnt – die sieht man einfach besser. Oder lässt sich Farbe einfach besser verkaufen? Wie auch immer, der Reiniger wird mit der Sprühflasche überall dort aufgebracht wo man dem Dreck zu Leibe rücken möchte. Er schäumt ein wenig und ist durchaus gut zu sehen. Kurz einwirken lassen, etwas mit einer weichen Bürste drüber um den Dreck richtig zu lösen und Wasser Marsch. Ergebnis: Das Rad ist sauber. Der farblose Reiniger tut was er soll – ganz ohne Farbstoffe.

Um noch mehr Verpackung zu sparen, haben die Macher einen 10 Liter Refill Kanister im Angebot. Das lohnt sich durchaus.

Kette rechts

Kettenreiniger sind meist reine Chemie und nicht gut fürs Grundwasser und die Umwelt. Auch hier haben die Duisburger was Passendes im Angebot. Der Kettenreiniger ist ebenfalls 100% umweltfreundlich. Einzig die Verpackung lässt sich leider nicht anders lösen. Dafür reinigt der Spray die Kette ordentlich. Eine alte Zahnbürste zur Nachbehandlung und schon sieht die Kette aus wie Neu.

Ökologisch geschmiert

Spätestens nach der Reinigung braucht die Kette Schmierung! Das Antidot Kettenöl ist für alle Wetterbedingungen geeignet und natürlich, ganz natürlich. Im Wintereinsatz hat das Öl bisher überzeugt. Für Unterwegs ist eine Mini Flasche erhältlich: 7 ml mit Sicherheitsverschluss. Perfekt für die nächste Biketour.

karton bag in box antidot, Einfüllen der antidotflasche
Nachfüllen Antidot
Antidot Kettenöl Flasche in Hand
Antidot Kettenöl in Hand
Antidot Ketten Öl in großer Flaschen für Zuhause vor Kette
Antidot Kettenöl in großer Flasche mit Dosierstuzen für zuhause
Antidot Ketten Set vor Fahrradreifen
Mit dem Antidot Ketten Set immer bestens ausgerüstet - unterwegs und zuhause

Unser Fazit:

Es darf auch mal farblos sein. Die Reiniger von antidot haben überzeugt. Putzen und schmieren mit ruhigem Gewissen. Alle Produkte sind einzeln oder im Bundle erhältlich und natürlich für alle Bikes geeignet – mit oder ohne E-Antrieb. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und Made in Germany ist doch echt selten geworden. Prädikat: Unterstützens wert.

www.antidot-bikecare.de

Fotos: Antidot, Isabel Weihermann
Text: Isabel Weihermann

Willkommen bei vit:bikes – Teil 2

Aufbau Präsentation Fahrräder auf Holzständern

Hallo zusammen, weiter geht es mit Teil 2.

Wenn du Teil 1 noch nicht gelesen hast, kannst du hier klicken!

Schmerzen beim Fahrradfahren war für viele meiner Freunde und Familienmitglieder völlig normal. Ich meine, sie alle kannten einen Fahrradladenbesitzer. Den hätten sie doch einmal darauf ansprechen können?!?

Sind Schmerzen beim Fahrradfahren normal?

Ich verstand die Welt nicht mehr und lud viele unserer Stammkunden zum kostenlosen Vermessen ein. Und auch hier ergab sich ein ähnliches Bild. Viele hatten kleine bis große Wehwehchen beim Fahrradfahren. Von einschlafenden Zehen, einschlafenden Kronjuwelen bis hin zu Kribbeln, Stechen und Verspannungen in Knien, Zehen und Beinen war alles dabei.

Ich war fassungslos. Warum hat denn keiner etwas gesagt? Wir hätten allen helfen können. Das Problem war, bzw. ist, dass fast jeder denkt, dass Schmerzen einfach zum Rad dazu gehören. So macht das doch keinen Spaß!

„Das müssen wir ändern!“ dachten wir und boten ab sofort eine Ergonomieberatung an. Sowohl neue, als auch Stammkunden konnten sich vermessen und beraten lassen. Und unsere Kunden kamen aus allen Ecken von München; teilweise sogar aus Regensburg und Ingolstadt.

Es ging nicht um Fahrradfitting, es ging nicht um Performancesteigerung. Es ging einfach nur darum auf seinem stinknormalen City-, Trekking- oder Mountainbike schmerzlos zu fahren. Wir fuhren auf alle Schulungen, die wir finden konnten und wurden nach und nach als Ergonomieexperten wahrgenommen. Und das Beste: dieses Ergonomiewissen hatte ab sofort jeder bei seinem neuen Fahrrad kostenlos mit dabei!

Die Trennung

Aber es ging noch turbulenter in 2013. Wir Inhaber stellten fest, dass wir sehr unterschiedliche Vorstellungen die Zukunft und Führung des Unternehmens betreffend hatten. So sehr, dass wir uns Anfang 2014 dazu entschlossen, die beiden Ladeneinheiten zu trennen.

Christoph Appelrath führte fortan Bike Island in Pullach und ich Bike Island in München, als eigenen Laden. Wir leiteten alles in die Wege, um unsere Firma auch rechtlich zu trennen. Für mich bedeutete dies auch einen völlig neuen Markenauftritt, da wir uns auf unterschiedliche Firmenauftritte einigten.

Der Neuanfang

Im Jahr 2015 starteten wir in München noch einmal durch. Aus Bike Island wurde vit:bikes und wir feierten dieses Ereignis mit einer großen Party gemeinsam mit Freunden, Familie und Lieferanten.

Mit dem neuen Namen kam eine neue Homepage, eine neue Corporate Identity (CI) und auch eine neue Präsentation im Laden. Die Theke flog raus, es wurde eine übersichtlichere Fahrradpräsentation und auch von vielen Marken trennten wir uns. Alles mit dem Gedanken es für dich, als Kunden, einfach und übersichtlicher zu gestalten.

2016 lag ein spannendes Jahr hinter uns. Ein bisschen „Bammel“ hatte ich ja ehrlich gesagt schon, ob unser neuer Markenauftritt gut angenommen wird und ob wir alles richtig gemacht haben. Zum Glück war das Feedback sehr gut und viele besuchten uns neugierig um zu sehen, was sich bei uns verändert hatte.

Was gibt’s Neues?

Wenn ihr zu uns in den Showroom kommt, seht ihr, dass wir den Ergonomie-Bereich deutlich ausgebaut haben. Wir haben nun fast jeden Sattel und jedes Produkt von SQ-Lab vorrätig. Damit unterstreichen wir unsere Kompetenz in der Fahrradergonomie.

Des Weiteren findet ihr bei uns nur noch Fahrräder der Marken STEVENS und SIMPLON. Auch von SIMPLON haben wir fast jedes Rad zur Präsentation und zum Ausprobieren bei uns im Shop. Beide Marken passen sehr gut zu unserer Philosophie und wir arbeiten eng zusammen um euch noch besser unterstützen zu können. Wir können nahezu jede Frage, jedes Anliegen zu „unseren“ Rädern beantworten.

Oft bekommen wir erstaunte Komplimente zur großen Auswahl von STEVENS und SIMPLON bei uns im Shop, da ja normalerweise nur eine kleine Auswahl beim Händler zu finden ist.

Im Jahr 2016 haben wir auch unsere einzigartige vit:fahrspaßgarantie angepasst. Mit vit:happy hast du jetzt vier Wochen Zeit um dein neues Fahrrad ausgiebig zu testen. Wenn es nicht deinen Vorstellungen entspricht, dann kannst du es in dieser Zeit jederzeit wieder zurückgeben. Denn wir wollen wirklich nur einen zufriedenen und lächelnden Kunden auf seinem neuem vit:bikes-Fahrrad.

Das positive Feedback und die vielen Komplimente zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben ein Ziel: deinen Spaß auf deinem Fahrrad! Und genauso haben wir uns ausgerichtet. Aktuell nur in München aber wer weiß, wohin die Reise geht?

Ihr habt Erfahrungen, Geschichten, Feedback, das ihr mit uns teilen wollt? Dann gerne in die Kommentare oder per E-Mail! Gerne nehmen wir auch kritisches Feedback! Wir wollen uns weiterentwickeln und das geht nur mit euch gemeinsam!

Ride on!

Markus

Willkommen bei vit:bikes – Teil 1

Markus und Team aus 2016

Im folgenden Text erfahrt ihr alles darüber, wer hinter vit:bikes steht, wo wir herkommen und wo wir hinwollen. Ich, Markus Unger, erzähle über meine Geschichte und wie ich zu einem Fahrradgeschäft gekommen bin. Der Blog wird eine Wissenssammlung zum Thema Fahrrad, gekoppelt mit den aktuellen Trends und Einblicken in unsere Welt.

Wer steckt dahinter?

Hallo nochmal, mein Name ist Markus Unger und ich bin der Inhaber von vit:bikes. Wie ich dazu komme Fahrräder zu verkaufen? Wie ich dazu komme mich damit selbstständig zu machen?

Die Frage verstehe ich nicht. Bist du etwa nicht als Baby „rausgeploppt“ und konntest dann nur noch an Fahrräder denken? Hattest du etwa keine schlaflosen Nächte, wenn es in Richtung Eurobike ging, auf der endlich die neuen Produkte vorgestellt wurden?

Nicht? Ich auch nicht… Mein Weg war eigentlich erst recht klassisch Grundschule, Gymnasium; ab auf die Fachoberschule und dann Fachabi. Währenddessen war ich ziemlich sportlich unterwegs. Judo, Schwimmen und Karate füllten meinen, bzw. den Terminkalender meiner Eltern (keine Ahnung, warum sie sich immer über die viele Fahrerei beschwert haben. Wir waren doch nur zu viert mit jeweils drei Sportarten pro Kind, die an unterschiedlichen Orten stattfanden).

Was ich werden wollte? Klar war, es wird etwas Technisches sein. Aus Sicht meiner Eltern war das auch gut, hauptsache das Technische passierte an einer Uni und endete mit einem Abschluss wie Diplom oder Bachelor. Fast wäre ich also Elektro- oder Wirtschaftsingenieur bei der Bundeswehr geworden, aber das ist eine andere Story…

Die Anfänge

2003 bin ich irgendwie auf die Idee gekommen, mir ein neues Rad zu kaufen. Nach einem Jugendcamp mit Fahrradfahrtechnik hüpfte ich mit einer alten Gurke ständig irgendwelche Paletten hoch und runter oder raste durch den Truderinger Wald. Aber das alte Rad war schwer und nicht besonders hochwertig.

Es sollte also ein DIRT-Bike werden und schon war ich mit meiner Family als 15-Jähriger beim nächstgelegenen Händler; Bike Island in der Josephsburgstraße und meine Karriere in der Fahrradwelt begann.

Wir kauften damals drei Räder. Eins für mich und zwei für meine Großeltern. Der Inhaber und ich verstanden uns so gut, dass die Idee aufkam, dass ich als Aushilfe bei ihm jobben sollte. Freitag und Samstag neben der Schule. Ich war sofort Feuer und Flamme.

Ab dann war ich meistens Freitagnachmittag, samstags und die kompletten Ferien bei Bike Island zu finden. Und nach und nach wurde ich in die Fahrradwelt eingeführt.

Bike Island entwickelte sich weiter und irgendwie war ich ein Teil geworden. So sehr, dass ich irgendwann als Teilhaber einstieg. Gesagt getan, nach meinem Fachabi und meiner Lehre als Zweiradmechaniker für Fahrradtechnik wurde ich 2009 Teilhaber bei Bike Island. Ich war total stolz und arbeitete von morgens bis abends, von Montag bis Sonntag.

Wir führten in dieser Zeit eine neue Warenwirtschaft Tridata ein, wir bauten die Werkstatt weiter aus, bekamen die Marke STEVENS und es kam auch eine neue Auszubildende.

Aufbau und Wachstum

Wir sind im Jahr 2009. Es stand alles unter dem Thema Wachstum. Es wurden die Öffnungszeiten erweitert, das Büro wurde aus dem Verkaufsraum entfernt und wir gewöhnten uns auch langsam an die neue Warenwirtschaft.

Irgendwann gab sich die Gelegenheit und wir konnten die Räume hinter der Ladeneinheit mit anmieten. Das war cool!

Nachdem wir ein paar Wände eingerissen hatten, waren auf einmal 100qm mehr zur Verfügung. Endlich konnten wir richtig gut präsentieren. Die Werkstatt wurde größer, die Mountainbikes bekamen mehr Platz und dennoch gab es immer noch keinen Platz für ein Büro.

Das Team wuchs; aus Auszubildenden wurden Festangestellte und weitere Aushilfen unterstützten uns im Tagesgeschäft.

2012 dann der nächste Meilenstein. Durch einen Zufall entdeckten wir eine freie Immobilie in Pullach. Und vier Wochen später waren wir der neue Mieter. Ein Traum wurde war und der zweite Laden entstand. Innerhalb von fünf Wochen bauten wir fleißig eine neue Theke, planten und konfektionierten die Werkstatt und schlussendlich eröffnete Bike Island im Juni 2012 seinen zweiten Laden in Pullach.

Er war von Anfang an ein großer Erfolg. Schließlich gab es in Pullach noch keinen Laden und das Bike Island-Konzept kam super an. Der Umsatz stieg und so auch die Mitarbeiterzahl. Es war eine spannende Zeit.

Neue Perspektiven im Fahrrad Geschäft

2013 war dann das Jahr der Veränderungen. Lange war ich auf der Suche, um unseren Kunden noch mehr Mehrwert zu liefern und fand schließlich das 3D-Bodyscanningsystem von CRM. Ein System, das in sekundenschnelle den Körper ausmisst und dann die Grundeinstellung des Fahrrades darstellt. Auch eine große Ergonomieschulung ging damit einher.

Während des Trainings wurden Freunde und Familie fleißig ausgemessen, um die Technik für unsere Kunden perfekt zu beherrschen. Wir stellten fest, dass fast jeder falsch auf seinem Fahrrad saß und das auch noch völlig normal fand.

Meine Mum fand es super, dass endlich ihre Knieschmerzen verschwunden waren… Ich verstehe bis heute nicht, warum sie mir vorher nie gesagt hat, dass sie ihre Knie beim Fahrradfahren schmerzten.

Weiter geht es in Teil 2!

Ride on!

Markus